Im Vorhaben print4POC+ wird eine Technologieplattform für den Funktionsdruck von aktorischen und sensorischen Funktionselementen in mikrofluidische Point-of-Care-Systeme entwickelt. Ziel ist die Substitution kosten- und ressourcenintensiver subtraktiver Verfahren, wie Lithographie oder die Integration diskreter Bauelemente, durch den direkten Funktionsdruck. Die Biosensorplattform basierend auf Kohlestoffnanoröhren und Nanopartikeln ist dabei für die additive Fertigung prädestiniert. Siebdruck als etabliertes Druckverfahren erlaubt die Funktionalisierung von 2D Substraten (Folien, Platten) als auch von 2.5D und 3D Halbzeugen (Spritzgussteile) und ist kompatibel mit einer Vielzahl an Substratmaterialien. Für die nahtlose Integration gedruckter Strukturen werden Spritzgussprozesse basierend auf Anspritzen und Umspritzen weiterentwickelt. Somit soll es in Zukunft nicht nur möglich sein neu zu entwickelnde Point-of-Care-Systeme mit den gedruckten Funktionalitäten zu realisieren, sondern auch bestehende Systeme inkrementell mit der neuen Technologie auszustatten.
Unsere Projektpartner:
- Saralon GmbH
- Otto Injection Molding GmbH & Co. KG
- Technische Universität Chemnitz , Professur Mess- und Sensortechnik
- Fraunhofer IWU
Projektlaufzeit: 01.12.2024 – 30.11.2026
Fraunhofer-Institut für Elektronische Nanosysteme