Erfolgreiche Kooperation mit der Tohoku Universität Sendai in Japan wird fortgesetzt

Chemnitz / 17.12.2018

Am 17. Dezember 2018 wurde im Rahmen einer feierlichen Zeremonie der fortführende Vertrag zwischen der Tohoku Universität Sendai, einer der Exzellenzuniversitäten in Japan, und der Fraunhofer-Gesellschaft zur angewandten Forschung e.V. zur Weiterführung des Projectcenters des Fraunhofer ENAS »NEMS/MEMS devices and manufacturing technologies at Tohoku University« unterzeichnet.

© Tohoku University

Unterschriebener Vertrag, rechts: Frau Prof. Kotani, links: Prof. Otto

© Tohoku University

vorn: K. Hayashida (Deputy Head Fraunhofer Japan, Rep office), Prof. T. Otto (Director (acting) Fraunhofer ENAS), Prof. H. Ohno (President Tohoku University), Prof. M. Kotani (Director AIMR, Tohoku University), Prof. T. Aoki (Executive Vize President, Tohoku University), Dr. M. Nguyen (Tohoku University) hinten: Prof. J. Frömel (Tohoku University), Dr. M. Wiemer (Fraunhofer ENAS), Prof. R. Streiter (Fraunhofer ENAS), Prof. H. Tanaka (Tohoku University), Prof. M. Esashi (Tohoku University), Prof. S. Ikeda (Tohoku University)

An der Unterzeichnungszeremonie nahmen teil seitens der Tohoku Universität der Präsident Prof. Ohno, Prof. Aoki, Prof. Kotani, Prof. Esashi, Prof. Tanaka,  Prof. Ikeda, Prof. Froemel und Prof. Nguyen sowie seitens Fraunhofer Prof. Otto, Dr. Wiemer, Prof. Streiter und Hr. Hayashida.

Damit wird die langjährige erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen dem Fraunhofer-Institut für Elektronische Nanosysteme ENAS und der Tohoku Universität fortgesetzt. In der neuen Vertragsperiode konzentrieren sich die Forschungsarbeiten auf:

  • MEMS Sensoren und Aktoren (z.B. akustische und optische MEMS sowie Inertialsensoren)
  • Bondtechnologien für das Chip- und Waferlevelpackaging
  • Bonden unter Ausnutzung von Nanoeffekten und neuen Materialien
  • Mechanische und strukturelle Eigenschaften der Mikrostrukturen aus gesputtertem metallischen Glas
  • Abscheidung und Integration magnetischer Materialien für MEMS-Anwendungen
  • Dünnschichtverkapselungstechnologien

Im Rahmen der Zeremonie sprachen Prof. Otto zu »Smart Systems Integration by using micro and nano technologies at Fraunhofer ENAS«, Frau Prof. Nguyen zu »Development of thin film metallic glass for MEMS microphones« und  Dr. Wiemer zu »Low-Temperature Particle- and Printing Based Wafer Level Bonding Processes«. Der bisherige Leiter Prof. Esashi gab einen »Review of Fraunhofer Project Center at Tohoku University«.

Mit der vertraglichen Unterzeichnung wurde der Staffelstab offiziell an Frau Prof. Kotani, Prof. Frömel (beide Tohoku Universität Sendai) und Prof. Otto, Dr. Wiemer (beide Fraunhofer ENAS) übergeben.

Das Project Center:

Das Project Center fokussiert auf Forschung und Entwicklung im Berech Smart Systems Integration unter Nutzung von Mikro- und Nanotechnologien sowie die Implementierung neuester Materialentwicklungen. Damit adressiert es die Herausforderungen der digitalisierten Welt, des Internets der Dinge, Industrie 4.0 und globale Herausforderungen, wie z.B. die alternde Bevölkerung, sowie Society 5.0 in Japan und Deutschland.

Historie:

Die Chemnitzer Wissenschaftler des Fraunhofer ENAS und der TU Chemnitz arbeiten seit mehr als fünfzehn Jahren mit Partnern der Tohoku Universität in Sendai zusammen. In der japanischen Exzellenzinitiative WPI-AIMR arbeitete bereits seit 2008 eine Forschergruppe, die von Prof. Dr. Thomas Geßner, dem ehemaligen Leiter des Fraunhofer ENAS und Direktor des Zentrums für Mikrotechnologien der TU Chemnitz, geleitet wurde. 2012 wurde das Fraunhofer Project Center »NEMS/MEMS Devices and Manufacturing Technologies at Tohoku University« gegründet, in dem seither gemeinsame Forschungs- und Entwicklungsarbeiten, Ausbildung und Technologietransfer vorangetrieben werden. Leiter dieses Project Centers waren zu Beginn Prof. Dr. Thomas Geßner sowie Prof. Dr. Masayoshi Esashi und Prof. Dr. Shuji Tanaka von der Tohoku Universität.

Tohoku Universität

Die Tohoku Universität wurde 1907 als dritte Imperial University in Japan gegründet. Seit ihrer Gründung verfolgt sie eine »Open Door« Policy. Durch diese Politik erzielt die Universität hervorragende wissenschaftliche Ergebnisse. So wurde die Tohoku Universität im Rahmen der japanischen Exzellenzinitiative gefördert. Wissenschaftler der Tohoku Universität erzielen international anerkannte Ergebnisse, zu nennen sind insbesondere mehrere Nobel-Preise.