Fraunhofer-Gesellschaft beschließt Gründung des Leistungszentrums »Smart Production and Materials«

Chemnitz / 21.6.2018

Im neuen Leistungszentrum »Smart Production and Materials« ergänzen die zwei Fraunhofer-Institute IKTS und IWS zusammen mit der Technischen Universität Dresden am Standort Dresden die bisherigen Aktivitäten um den Bereich der additiven Fertigung funktioneller Werkstoffe unter dem Dach einer digitalisierten und vernetzten Produktion. Im Verbund mit dem Chemnitzer Konsortium aus Fraunhofer IWU, ENAS und der Technischen Universität Chemnitz eröffnet das Leistungszentrum Transferpfade für die Zusammenarbeit mit der Industrie im Bereich der Digitalisierung von Produktionsprozessen und der Entwicklung neuer Wertschöpfungsketten für die Mobilität der Zukunft. Gemeinsam entsteht damit ein Ökosystem von Wissen und Erkenntnissen in unterschiedlichen Reifegraden, das frühzeitig mit den Anforderungen und Ideen aus der Industrie verbunden und so als Inkubator für technologieorientierte Start-ups wirken wird. Für die angestrebte DFG-Exzellenzinitiative »Dresden Center for Materiomics« bildet das Leistungszentrum die ideale Transferplattform für die Überführung der Grundlagenergebnisse über die angewandte Forschung in die regionalen Unternehmen.

Begleitend zur jährlichen Unterstützung von 1 Millionen Euro durch die Fraunhofer-Gesellschaft plant auch das Sächsische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst SMWK ab 2019 eine Förderung der Aktivitäten um weitere 1,5 Millionen Euro pro Jahr.

»Mit dem Leistungszentrum setzt die Region Chemnitz/Dresden einen überregional sichtbaren Leuchtturm für Sachsen als Innovations- und Transferstandort«, so der Institutsdirektor des Fraunhofer-Instituts für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik IWU Prof. Dr. Welf-Guntram Drossel. »Wir bekommen hier eine einmalige Chance, drei zukunftsweisende Technologiedomänen gezielt zusammen zu führen und den Unternehmen zur Verfügung zu stellen. Damit überführen wir funktionale Werkstoffe nicht nur in intelligente Komponenten, sondern weisen auch deren wirtschaftliche Fertigung durch eine flexible und vernetzte Produktion nach.«

Im Mittelpunkt stehen Forschungsarbeiten für völlig neue Anwendungen im Bereich der Medizintechnik, des Maschinen- und Anlagenbaus und der Automobiltechnik sowie der beschleunigte Transfer in eine industrielle Fertigung. Dafür müssen Werkstoffe, neueste Herstellungstechnologien aber auch wirtschaftliche Produktionsmethoden im Einklang entwickelt werden.