Der rasche Transfer von Forschungsergebnissen in die klinische Anwendung ist entscheidend, damit Wissen und technologische Innovationen die Patientenversorgung verbessern, die Behandlungsqualität erhöhen und die Lebenszeit von Betroffenen verlängern können. Denn bis aus einer Idee ein marktreifes medizintechnisches Produkt entsteht, das am Krankenbett ankommt, vergehen heute im Durchschnitt mehr als zehn Jahre. Um diese zeitlichen Hürden zur Umsetzung wissenschaftlicher Erkenntnisse in die medizinische Praxis potenziell zu reduzieren, Wartezeiten für Patienten zu verkürzen und Kosten für das Gesundheitssystem zu verringern, braucht es effektive Strategien, die Wissenschaft und Kliniken näher zusammenbringen. Das Fraunhofer ENAS und das Klinikum Chemnitz gehen zukünftig einen gemeinsamen Weg, um die Rahmenbedingungen für eine effizientere Translation zu schaffen: Indem sie ihre Stärken bündeln, sollen Forschung und Entwicklung enger verzahnt, konsequent an den Patientenbedürfnissen ausgerichtet und neues Wissen direkt in den klinischen Alltag überführt werden. Ziel ist es, Resultate aus dem Forschungslabor unmittelbar in Behandlungsprozesse zu integrieren und bedarfsgerechte Gesundheitsleistungen zu ermöglichen. Die von beiden Partnern unterzeichnete Absichtserklärung zur Kooperation (»Memorandum of Understanding«) sowie das neue »Health Innovation Lab« des Fraunhofer ENAS markieren wichtige Initialschritte, um diese Vision zu realisieren.
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