Erstmalig »Thomas Gessner Award« auf der SSI 2019 in Barcelona verliehen

Chemnitz / 23.4.2019

Auf der Smart Systems Integration Conference and Exhibition wurde am 10. April 2019 erstmalig der »Thomas Gessner Award« verliehen. Der Preisträger ist Dr. Christian Huber von der Robert Bosch GmbH in Renningen.

© Mesago Stuttgart

Verleihung Thomas Gessner Award von links: Komitee-Mitglied Dr. Stefan Finkbeiner Bosch Sensortec GmbH, Preisträger Dr. Christian Huber Robert Bosch GmbH, Komitee-Vorsitzender Prof. Thomas Otto Fraunhofer ENAS, Geschäftsführerin Petra Haarburger Mesago Messe Frankfurt

Prof. Dr. Thomas Geßner (verstorben Mai 2016)

Auf der Smart Systems Integration Conference and Exhibition wurde am 10. April 2019 erstmalig der »Thomas Gessner Award« verliehen. Preisträger ist Dr. Christian Huber, Robert Bosch GmbH Renningen. Er erhielt den Preis für seine 2019 verteidigte Dissertation »Micromechanical Tunable Fabry-Pérot Interferometers with Membrane Bragg Mirrors Based on Silicon/Silicon Carbonitride«. Hervorzuheben sind insbesondere sein neues MEMS-FPI-Design mit zwei Membranspiegeln und die Demonstration der Machbarkeit des Konzepts.

Mit dem »Thomas Gessner Award« trägt das Fraunhofer ENAS zur Förderung der angewandten Forschung beitragen. Der Preis wird auf der jährlich einmal stattfindenden Smart Systems Integration Conference für herausragende wissenschaftliche Arbeit vergeben. Er ist an nationale und internationale Masterstudenten und Promotionsstudenten auf dem Gebiet Smart Systems Integration gerichtet, deren Abschlussarbeit mit mindestens »sehr gut« bewertet wurde und nicht länger als zwei Jahre zurückliegt. Berücksichtigt werden bei der Beurteilung insbesondere die Neuartigkeit des wissenschaftlich-methodischen Ansatzes, der Erkenntnisfortschritt, die Umsetzung der wissenschaftlichen Ergebnisse in die Anwendung und Nachweis des wirtschaftlichen Erfolges und die Internationalität

»Thomas Gessner Award«

Prof. Dr. Dr. Prof. h. c. mult. Thomas Geßner war gleichzeitig in Personalunion Ordinarius der Professur Mikrotechnologie der Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik, leitete das Zentrum für Mikrotechnologien der Technischen Universität Chemnitz sowie das Fraunhofer-Institut für Elektronische Nanosysteme ENAS. Er verstarb unerwartet im Mai 2016.

Prof. Geßners wissenschaftliches Wirken war nicht nur durch die Initiierung neuer grundlagenrelevanter Themen gekennzeichnet, sondern auch durch sein Streben, wissenschaftliche Erkenntnisse in applikationsnahe Forschungen und neue Produkte zu überführen.

Seit 2005 arbeitete Prof. Geßner in Sachsen, national und international an der Verbindung der Mikroelektronik, Mikrosystemtechnik und weiteren Komponenten zu intelligenten Systemen, sogenannten Smart Systems. Wie kein anderer steht sein Name für verschiedene Aktivitäten im Zusammenhang mit Smart Systems insbesondere in Europa. Prof. Geßner gehörte nicht nur zu den Gründern von EPoSS, der Europäischen Plattform für Smart Systems Integration, sondern rief ab 2007 die Smart Systems Integration Conference and Exhibition ins Leben. Diese wissenschaftliche Konferenz wurde unter seiner Leitung als Komiteevorsitzender erfolgreich etabliert und zu einer internationalen Leistungsschau weiterentwickelt.

Rückblick Smart Systems Integration Conference and Exhibition 2019

Die Smart Systems Integration Conference and Exhibition fand statt vom 10. – 11. April 2019 in Barcelona Spanien. Die Konferenz befasste sich erneut mit den Anwendungsbereichen von smarten Systemen sowie Smart Systems selbst, angefangen beim Design über neue Bausteine für Sensorik, Datenverarbeitung, Ansteuerung, Vernetzung und Smart Powering bis hin zur heterogenen Integration der verschiedenen Bausteine, Embedded Software und Herstellung der Systeme.
Die Funktionalitäten von immer mehr Objekten werden durch smarte, digitale Komponenten ergänzt, wie sie in Smartphones, Smart Watches, Wearables oder Smart Cars zu finden sind. Indem Unternehmen solche Komponenten, Technologien oder Systeme auf den Weg bringen und in ihre Produkte integrieren, eröffnen diese digitalen Veränderungen ihnen neue Möglichkeiten sowie Wettbewerbsvorteile. »Derzeit gibt es viele Projekte, die sich damit befassen, intelligente multimodale Sensoren für Gesundheitsanwendungen, Emissionsüberwachung, Überwachung von industriellen Prozessen sowie Prozessen in der Lebensmittel- und Agrarproduktion zu entwickeln. Es ist uns sehr wichtig, diese Entwicklungen über das umfangreiche Kongressprogramm abzudecken, dabei auch Softwareaspekte zu integrieren und damit unterschiedlichste Branchen zu bedienen«, erklärt der Komitee-Vorsitzende Professor Thomas Otto vom Fraunhofer ENAS.

Abschlussmeldung Mesago Messe Frankfurt
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