„Genial Sozial“ – Schüler arbeiten für einen guten Zweck am Fraunhofer ENAS

Chemnitz, / 18.7.2012

Zwei Schüler arbeiteten am Aktionstag „genialsozial 2012“ am Fraunhofer ENAS und verdienten dabei Geld für eines von drei sozialen Projekten, die Lebens- und Bildungschancen junger Mensche in ärmeren Regionen der Welt zu verbessern.

© Fraunhofer ENAS
ina-Marie Kunadt (12 Jahre) und Leo Gabriel Baum (11 Jahre) arbeitete für einen Tag am Fraunhofer ENAS und verdienten dabei Geld für einen guten Zweck. Zum Abschluss des Tages durften sie im Labor erleben wie die Wissenschaftler am Fraunhofer ENAS arbeiten. Frank Roscher (l.) zeigte den beiden Schülern wie leitfähige Tinten mit einem Aerosol-Jet-Drucker auf Metall aufgebracht wird.

Tina-Marie Kunadt (12 Jahre) und Leo Gabriel Baum (11 Jahre) arbeitet am 17. Juli 2012 für einen Tag am Fraunhofer-Institut für Elektronische Nanosysteme. Das verdiente Geld floss aber nicht in ihre eigene Tasche sondern kommt einem sozialen Projekt zu Gute. Im Rahmen des Aktionstages „genialsozial 2012“ suchen sich Schüler aus 240 sächsischen Schulen Jobs für einen Tag in Unternehmen, öffentlichen Institutionen oder bei Privatpersonen. Mit den Erlösen aus der seit 2005 jährlich stattfindenen Aktion werden in diesem Jahr ein Kinderheim in Indien, eine Schule für behinderte Kinder in Tansania und ein Ausbildungszentrum für straffällig gewordene Jugendliche in Guyana unterstützt.

Tina-Marie besucht die sechste Klasse des Albert-Schweitzer-Gymnasiums in Limbach-Oberfrohna. „Ich habe schon letzes Jahr mitgemacht. Da arbeitete ich bei uns zu Hause im Garten. Meine Eltern übergaben das dabei verdiente Geld an genialsozial.“, erzählt die Schülerin. „Bei Fraunhofer ordnete ich in diesem Jahr Visitenkarten am Computer.“ Leo Gabriel, der an der Martin-Andersen-Nexö-Mittelschule in Zschopau lernt, ist begeistert: „Ich bin zum ersten Mal dabei und ich habe im Internet nach Traktoren gesucht.“ Die Leidenschaft des Fünftklässlers sind Traktoren und Züge und mit einer kleinen Recherche über landwirtschaftliche Maschinen für Fraunhofer ENAS konnte er seinen Beitrag leisten. Sechs Stunden Arbeit machen mehr Spaß als Schule, meinte Leo.  Die Idee des Aktionstages findet Anklang im Forschungsinstitut. „Überall gibt es kleinere Arbeiten, die oft liegen bleiben, da wichtigere Aufgaben dringend erledigt werden müssen. Diese Arbeiten können die Schüler auch ohne besondere Kenntnisse schaffen und lernen dabei gleichzeitig sich für andere, ärmere Menschen einzusetzen.“, sagte Dr. Maik Wiemer, Abteilungsleiter am Fraunhofer ENAS.

Ganz ohne Andenken gingen aber die beiden Schüler nicht nach Hause. Zum Abschluss des Tages zeigte ihnen Frank Roscher, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fraunhofer ENAS, wie leitfähige Tinten mit einem Aerosol-Jet-Drucker auf Metall aufgebracht werden. Tina-Marie und Leo durften dann ihre Namen mit einer Software selbst gestalten und das Ergebnis wurde auf eine kleine Metallscheibe gedruckt, die sie zur Erinnerung mit nach Hause nahmen.

Stichwort Genialsozial – Deine Arbeit gegen Armut: 

Mit vielen kleinen Kräften können große Dinge bewirkt werden. Schülerinnen und Schüler setzen ihre Kraft für junge Menschen in ärmeren Regionen dieser Welt ein, um deren Lebens- und Bildungschancen zu verbessern und um Perspektiven zu ermöglichen. Arbeitgeber können an diesem Tag alle Bürger, Verein, Geschäfte, Unternehmer sein. Viele Dinge die schon immer mal gemacht werden sollten, können erledigt werden. Zaun streichen, Büro entstauben, Rasen mähen, Hecke schneiden …, sind nur einige Beispiele für mögliche Arbeitsfelder. Schülerinnen und Schüler suchen sich für einen einzigen Tag im Jahr eine Arbeit. Dafür bekommen sie Geld. Dieses wird von Arbeitgebern an genialsozial überwiesen und vielen ist geholfen.