Fraunhofer-Forscher präsentieren Einsatzmöglichkeiten von Nanotechnologien und Smart Systems

Chemnitz / 24. März 2014

Das Fraunhofer-Institut für Elektronische Nanosysteme ENAS zeigt neuste Forschungsergebnisse auf der Smart Systems Integration Conference 2014 in Wien.

© TU Chemnitz / Wolfgang Thieme
Chemikerin Dr. Kathleen Heinrich zeigt einen Probekörper, der mit Quantenpunkten, also nanoskopischen Halbleiter-Partikeln, beschichtet ist. Wenn die winzigen Halbleiter-Partikel mit UV-Licht angeregt werden, beginnen sie zu fluoreszieren. Welche Farbe das ausgesendete Licht hat, hängt von der Größe der Partikel ab. Wirkt an manchen Stellen eine Spannung auf das Material, stoppt diese Fluoreszenz. Die betroffenen Stellen bleiben daher bei Anregung durch UV-Licht dunkel und weisen auf die mechanische Belastung hin. In Wien wird unter anderem diese Forschungarbeit vorgestellt.

Am 26. und 27. März 2014 treffen sich Forscher, Hersteller und Zulieferer zur achten Smart Systems Integration Konferenz, die in diesem Jahr in Wien stattfindet. Professor Thomas Geßner, Leiter des Fraunhofer ENAS und Direktor des Zentrums für Mikrotechnologien der Technischen Universität Chemnitz, ist Chairman der Konferenz. Die Veranstaltung bietet Experten der Mikrosystem- und Nanotechnologie, Mikroelektronik, Mikromechanik, Sensortechnologie und drahtlosen Kommunikation eine Plattform zum Austausch von Know-how.
In Vorträgen, Postern und auf der begleitenden Ausstellung präsentiert das Fraunhofer ENAS gemeinsam mit dem Zentrum für Mikrotechnologien aktuelle Forschungsergebnisse aus verschiedenen Projekten rund um das Thema Smart Systems Integration. Neben verschiedenen Integrationstechnologien und Designansätzen wird auch die Integration von sensorischen Eigenschaften in Materialien gezeigt. Die Forscher stellen unter anderem Nanokompositmaterialien vor, die auf nanoskopischen Halbleiterkristallen basieren. Diese Materialien werden zur Entwicklung intelligente Werkstoffe genutzt, um kritische Belastungszustände aufzuspüren und zu speichern. Solche Werkstoffe sind für den Einsatz in der Luftfahrtindustrie oder im Strukturleichtbau interessant und werden sowohl im Kompetenznetzwerk nanett als auch im Bundesexzellenzcluster MERGE erforscht.
Darüber hinaus wird die Integration von Komponenten wie zum Beispiel fluidische Aktoren vorgestellt sowie Strategien für die Zuverlässigkeit von Smart Systems.
Die Konferenz ist Teil der Aktivitäten von EPoSS, der Europäischen Technologieplattform für Smart Systems Integration. So werden die strategische Forschungsagenda und die neue Technologieinitiative ECSEL vorgestellt. Vor und nach der Konferenz finden Treffen der verschiedenen Working-Groups von EPoSS statt.
Weitere Informationen zum Vortrags- und Ausstellungsprogramm der Smart Systems Integration Conference 2014 finden Sie auch unter: www.smartsystemsintegration.com