Fraunhofer-Gesellschaft beteiligt sich an SUPA wireless GmbH

München / Paderborn / 28.6.2013

Die SUPA wireless GmbH revolutioniert mit der SUPA-Technologie drahtlose Energie- und Datenübertragung. Mithilfe dieser Technologie werden mobile Geräte jederzeit und überall mit Strom und Daten kabellos versorgt. Die SUPA wireless GmbH ist eine Ausgründung des Fraunhofer ENAS in Paderborn. Die Fraunhofer-Gesellschaft beteiligt sich an dem Unternehmen.

© Fraunhofer ENAS
Drahtlose Energie- und Datenübertragung mit der SUPA-Technologie wurde gemeinsam mit Fujitsu an einem Monitor demonstriert.

Im Oktober 2012 wurde die SUPA wireless GmbH gegründet. Das Ziel des Start-up-Unternehmens ist, eine Technologie zur kabellosen Energie- und Datenübertragung in marktreife Produkte zu überführen. Am 4. Juni 2013 unterzeichnete die Fraunhofer-Gesellschaft einen Vertrag mit der GmbH und beteiligt sich mit 25 Prozent am Stammkapital.

Gemeinsam mit der Universität Paderborn und vier mittelständischen Technologiefirmen entwickelten Forscher des Fraunhofer-Institut für Elektronische Nanosysteme ENAS in einem bis Mitte 2012 gefördeten Projekt des BMWI (Bundesministerium für Wirtschaft) die SUPA-Technologie (Smart Universal Power Antenna) und überführten sie in Prototypen. „SUPA ist die kabellose Infrastruktur der Zukunft für die Daten- und Energieversorgung mobiler Endgeräte.“, meint Christian Hedayat, Abteilungsleiter am Fraunhofer ENAS. Die Stromversorgung der Geräte erfolgt nach dem Prinzip der elektrischen Induktion. Das System besteht daher aus einer Sender- und einer Empfängereinheit. Die Sendereinheit wird nicht sichtbar in oder unter Flächen integriert und überträgt über eine Antennenstruktur sowohl den Strom, als auch Daten an das jeweilige mit einem SUPA-kompatiblen Empfänger ausgestattete Endgerät, wie zum Beispiel Smartphones oder Notebooks. Der entscheidende Vorteil der SUPA-Technologie gegenüber anderen am Markt befindlichen Lösungen besteht in der freien Positionierbarkeit des Endgerätes auf der entsprechend ausgestatteten Fläche und der verfügbaren Sendeleistung, die auch leistungsstarke Notebooks dauerhaft mit Energie versorgen kann.
Die Machbarkeit wurde bereits 2011 auf der CeBIT an Hand eines Fujitsu Monitors gezeigt. Dabei wurden sowohl die benötigte Versorgungsleistung von etwa 25 Watt, wie auch die Videodaten drahtlos von der Arbeitsfläche übertragen. Der aktuelle Entwicklungsstand der Technologie ermöglicht derzeit eine Leistungsübertragung bis 50 Watt.

Am 2. und 3. Juli 2013 präsentiert die SUPA wireless GmbH einen Prototyp auf der begleitenden Fachausstellung des 2. Elektronik wireless power congress im Konferenzzentrum München. Dieser Kongress wendet sich an Entwickler, die Geräte und Systeme zur kontaktlosen Energieübertragung entwickeln oder implementieren, z.B. zum Laden von Akkus in mobilen Geräten und Fahrzeugen oder zur direkten Versorgung von ID-Karten und -Labeln. Hauptthemen des 2. Elektronik wireless power congress werden die gebräuchlichen Übertragungsverfahren (induktiv, kapazitiv, elektromagnetisch), das Schaltungs- und Systemdesign sowie EMV und Sicherheit sein.