Fraunhofer ENAS Teil der Forschungsfabrik Mikroelektronik Deutschland (FMD)

Kooperationen

Forschungsfabrik Mikroelektronik Deutschland (FMD) – bundesweit koordiniertes Technologie-Know-how aus einer Hand

Gemeinsam mit voller Kraft voraus – Beim symbolischen Akt zur Eröffnung der ersten FMD-Integrationslinie; v.l.n.r.: Prof. Matthias Kleiner, Präsident der Leibniz-Gemeinschaft, Prof. Georg Rosenfeld, ehem. Mitglied des Vorstands der Fraunhofer-Gesellschaft, Prof. Hubert Lakner, Vorsitzender des Lenkungskreises der Forschungsfabrik Mikroelektronik Deutschland und Dr. Michael Meister, Parl. Staatssekretär bei der Bundesministerin für Bildung und Forschung.

Das Fraunhofer Institut für Elektronische Nanosysteme ENAS ist eines der 13 Mitglieder der Forschungsfabrik Mikroelektronik Deutschland (FMD) – der mit über 2000 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern größte standortübergreifende FuE- zusammenschluss für die Mikro- und Nanoelektronik in Europa. In dieser neuartigen Kooperation werden die Vorteile von zwei starken dezentralen Forschungsorganisationen – der Fraunhofer-Gesellschaft und der Leibniz-Gemeinschaft – mit den Synergien einer zentralen Organisation verknüpft zum weltweit leistungsfähigsten Anbieter für angewandte Forschung, Entwicklung und Innovation im Bereich der Mikro- und Nanoelektronik. Durch die enge Verzahnung und das kohärente Auftreten kann die FMD somit nicht nur Kunden aus der Großindustrie, sondern gerade den KMUs und Start-Ups einen umfassenderen und einfacheren Zugang zur nächsten Technologie-Generation bieten.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert den Aufbau der FMD mit insgesamt 350 Millionen Euro, hierbei hauptsächlich in die Modernisierung der Forschungsausstattung der Institute. Mit dieser Förderung möchte das BMBF die Innovationsfähigkeit der Halbleiter- und Elektronikindustrie in Deutschland und Europa im globalen Wettbewerb stärken und unterstützt das Vorhaben mit der größten Investition in Forschungsgeräte seit der Wiedervereinigung Deutschlands.

 

 

Eineinhalb Jahre nach dem Projektstart am 6. April 2017 konnten bereits viele Anschaffungen für die Modernisierung der Laboranlagen an den deutschlandweit verteilten FMD-Standorten in Betrieb genommen werden.

Die feierliche Inbetriebnahme einer ersten Integrationslinie erfolgte am 28. September 2018 im Rahmen des 1. FMD Innovation Day stellvertretend am Berliner Fraunhofer-Institut für Zuverlässigkeit und Mikrointegration IZM.

Zur etwa Halbzeit des Projekts sind die für die FMD geplanten Investitionen zu 45 Prozent erfolgreich erfüllt.

Der Aufbau der Forschungsfabrik Mikroelektronik Deutschland wird in einer zentralen Geschäftsstelle in Berlin koordiniert, wobei entsprechend der Intention einer virtuellen Organisation, weitere Standorte in Dresden und München etabliert wurden. Die FMD-Geschäftsstelle ist die zentrale Kontaktstelle für potentielle und bestehende Kunden und ist somit ein wesentlicher Treiber der Geschäftsentwicklung im Bereich der Mikro- und Nanoelektronik.

Um bundesweit koordinierte Technologie- und Systementwicklungen aus einer Hand anbieten zu können, hat man die technologischen Kompetenzen der Institute während der ersten Aufbauphase in sechs übergreifende Bereiche zusammengefasst und weiterentwickelt – die sogenannten Technologieplattformen »Microwave und Terahertz« / »Power Electronics« / »Extended CMOS« / »Optoelectronic Systems« / »Sensor Systems« / »MEMS Actuators«. In diesen Technologieplattformen bietet die FMD technologische Entwicklungen entlang der kompletten Wertschöpfungskette, von Systemdesign bis zum Test und Zuverlässigkeit, am Markt an.

Neben diesen technologisch orientierten Angeboten bietet die FMD auch institutsübergreifende Anwendungslösungen aus einer Hand an. Dies ermöglicht Kunden kombinierte und optimierte Systemlösungen mit der FMD und ihren Instituten realisieren zu können. Hierbei wird in der Forschungsfabrik synergetisch mit den Geschäftsfeldern der Institute übergreifend zusammengearbeitet. So können wir als FMD unseren Kunden eine größere Bandbreite an Anwendungslösungen anbieten.

Im letzten Jahr konnten in Kombination mit der FMD erfolgreiche Projektbeteiligungen etabliert und Aufträge abgeschlossen werden. Für das Jahr 2018 lassen sich bereits Projekte mit einem Volumen von 41,1 Millionen Euro auf Basis der FMD Investitionen identifizieren, was einen großen Erfolg in dieser frühen Phase darstellt. Der Industrieanteil bei diesem Projektvolumen lag bei bereits 30 Prozent, was die Bedeutung dieser einzigartigen Kooperation der deutschen Mikroelektronikforschung für die Industrie unterstreicht.

Im Jahr 2019 geht die Forschungsfabrik Mikroelektronik Deutschland in eine nächste Phase über, nach dem Aufbau und der Strukturierung der Organisation wird nun der größte standortübergreifende FuE- Zusammenschluss für die Mikro- und Nanoelektronik in Europa in Partnerschaft mit seinen Instituten seine Leistungsfähigkeit am Markt beweisen.

 

Forschungsfabrik Mikroelektronik Deutschland (FMD)

FMD Videos

(*) Eine Veröffentlichung oder Verteilung der hier angebotenen Videodateien – beispielsweise im TV, auf Videoplattformen oder die Vervielfältigung auf Blu-Ray/DVD – ist aus lizenzrechtlichen Gründen ohne Absprache mit der Forschungsfabrik Mikroelektronik Deutschland nicht gestattet.