Ausstellungsreihe »Wissenschaft trifft Kunst«

Natur – Mensch – Technik 2020 von Ines Escherich

In der 21. Ausstellung unserer Reihe »Wissenschaft trifft Kunst« zeigt die Chemnitzer Fotografin Ines Escherich verschiedene Facetten ihres fotografischen Schaffens. Unter dem Titel »Natur – Mensch – Technik 2020« erleben wir eine aktuelle Neuauflage der Ausstellung im Schlossbergmuseum Chemnitz von 2014. Mit dem Namen der Fotoausstellung eröffnet Ines Escherich einen Dreiklang dessen Zusammenhang sie in eben dieser Reihenfolge verstanden wissen möchte.

Das Naturerleben mit der Kamera ist für die Fotografin eine Passion, die sie zum Experimentieren, als Ausgleich und zum Energietanken nutzt. Das Entdecken von Formen, Farben und das Beobachten des Zusammenspiels der Elemente und die anschließende Sichtung und Auswahl der Bilder haben für sie eine fast meditative Wirkung.

Menschen setzt sie in einem Auszug aus der seit 18 Jahren mit immer wieder neuen Bildern tourenden Wanderausstellung »Engagement zeigt Gesicht« in den Mittelpunkt. Im Auftrag des »Verbundnetz der Wärme« gibt sie mit ihren Porträts der sogenannten »Botschafter der Wärme« ehrenamtlichem Engagement ein Gesicht.

Der wissenschaftlich-technische Bereich der Fotografie ist seit mehr als 25 Jahren ihr Metier, erfordert ihrer Meinung nach einerseits pragmatisches Herangehen, hat andererseits aber auch ein riesiges gestalterisches Potential. In Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer ENAS setzt sie Forschungs- und Entwicklungsergebnisse des Instituts in Szene und eröffnet mit reizvolle Details von Mikrosystemen und inszenierten Laborräume einen Blick in die faszinierende Welt der Wissenschaft und Forschung.

 

Zur Person: Ines Escherich

Portrait der Fotografin Ines Escherich
© Ines Escherich

Die Fotografie sieht Ines Escherich als Handwerk mit künstlerischen Freiheiten, als Dienstleister mit absoluter Kundenorientierung, als ihr kreatives Ausdrucksmittel, wie sie die Welt wahrnimmt.

In eine Fotografenfamilie hineingeboren, war es für sie dennoch nicht selbstverständlich, diese Tradition fortzusetzen. Jedoch hat die enorme Vielschichtigkeit des Berufes dann doch den Ausschlag gegeben. Neben dem fachlichen Wissen spielen auch technisches Verständnis, Kreativität, Flexibilität, Einfühlungsvermögen und etwas Mut eine Rolle. Der Wandel des fotografischen Zeitgeistes und die immer wieder neuen Möglichkeiten und Technologien sind für sie faszinierend, manchmal angsteinflößend, aber auch immer wieder inspirierend, sich neu zu erfinden und dabei auch die bisherigen Erfahrungen mit einzubeziehen.

Nach dem Abitur 1985 beginnt sie nahezu zeitgleich ihre Ausbildung als Fotografin und ein künstlerisches Studium an der Fachschule Schneeberg. In den 80er Jahren versucht sie mit viel Improvisation gemeinsam mit ihrer Mutter neue Ideen für das althergebrachte klassische Porträtgeschäft zu entwickeln. Mit der Öffnung in Richtung Westen kam der erste große technologische Wandel, damit verbunden der Einstieg in die Werbe-, Produkt- und Industriefotografie sowie in die automatisierte Labortechnik. Parallel folgt auch die Fotografenmeisterausbildung. Trotz eines verheerenden Geschäftsbrandes 1994 mit Totalverlust setzt sie ihre Laufbahn fort und übernimmt endgültig 2002 das mütterliche Geschäft.

Auf eine bestimmte fotografische Richtung festlegen, das will und kann sie nicht. Die Arbeit mit den Menschen macht sicher den größten Teil ihres Schaffens aus, bei der sie sich auch immer wieder in Projekten kreativ ausleben, aber auch mitunter wie ein Regisseur Szenen anleiten und gestalten kann.

In ihrer Masterarbeit zum Abschluss des MBA-Studiums Marketing und BWL behandelte sie 2008 das Thema »Emotionale Bildkommunikation in der angewandten Forschung«, das sie in ihrer bereits mehr als 25 Jahre andauernden Zusammenarbeit mit der Fraunhofer-Gesellschaft in die Praxis umsetzt.