Neue Messe Leipzig  /  22.5.2019  -  24.5.2019

International Transport Forum 2019

www.itf-2019.org

Saxony Stand (Gemeinschaftsstand des Sächsischen Wirtschaftsministeriums mit dem Smart Rail Connectivity-Campus)

© Sächsische Staatskanzlei

Der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer (2.v.r.) informiert sich über die vorgestellten Projekte am Stand des Smart Rail Connectivity-Campus.

© SMWA

Marco Meinig von Fraunhofer ENAS erklärt Staatssekretär Hartmut Mangold (SMWA) die Funktionsweise des Sensorsystems zur Zustandsüberwachung von Zugrädern.

© SMWA

Der Smart Rail Connectivity-Campus stellte außerdem einen Virtual Reality Demonstrator vor, mit dem man barrierefreie Zugängen in Straßenbahnen untersuchen kann. –

Der sächsische Wirtschaftsminister Martin Dulig (r.) besuchten die Präsentation des Smart Rail Connectivity-Campus am 23. Mai 2019.

© SMWA

Marco Meinig von Fraunhofer ENAS im Gespräch mit Staatssekretär Hartmut Mangold (SMWA) über Sicherheitssysteme für Schienenfahrzeuge.

Am 22. Mai 2019 besuchten der Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer, der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer sowie der koreanische Verkehrsminister Young Tae Kim den Gemeinschaftsstand des SMWA und des Smart Rail Connectivity-Campus auf dem Weltverkehrsforum in Leipzig. Der sächsische Wirtschaftsminister Martin Dulig informierte sich am darauffolgenden Tag ebenfalls über die Aktivitäten im Rahmen des Smart Rail Connectivity-Campus. Der Campus präsentierte sich am Stand des Sächsischen Staatsministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr.

Die Wissenschaftler des Fraunhofer ENAS und des Zentrums für Mikrotechnologien der TU Chemnitz stellten ein intelligentes Sensor- und Monitoringsystem zur Fahrgestellüberwachung und zur Vermeidung von Entgleisungen von Schienenfahrzeugen vor. An einem Messstand wurde dabei das Laufen eines Rades auf einer Schiene simuliert und die Funktionsweise des eingebauten Sensorsystems dargestellt. Das Sensorsystem erkennt Unregelmäßigkeiten im Radlauf zum Beispiel durch Flachstellen am Rad und gibt diese über eine Signalverarbeitung in Echtzeit Informationen über den aktuellen Zustand des Rades weiter. Diese permanente Fahrgestellüberwachung dient der Früherkennung von Schäden und Verschleiß an Radlagern, Flachstellen, Heißläufern und Achsbrüchen, der Optimierung von Wartungszyklen, soll die Verfügbarkeit von Zügen erhöhen und zu mehr Sicherheit im Bahnverkehr führen. In einem gemeinsamen Projekt mit den Firmen Lenord, Bauer & Co. GmbH aus Oberhausen und AMAC ASIC- und Mikrosensoranwendung Chemnitz GmbH wurde das Sensorsystem entwickelt.

Fraunhofer ENAS ist ein unterstützender Partner im »Smart Rail Connectivity-Campus«. Das Projekt ist eines von bundesweit 32, die im Rahmen des BMBF-Förderprogramms »WIR! – Wandel durch Innovation in der Region« aus mehr als 100 Projektskizzen für die Konzeptphase ausgewählt wurden. Hauptakteur des Projektes sind die DB RegioNetz Verkehrs GmbH/Infrastruktur GmbH Erzgebirgsbahn, die Stadt Annaberg-Buchholtz und die TU Chemnitz. Der Schwerpunkt des Smart Rail Connectivity-Campus liegt auf Innovationen aus den Bereichen des automa­tisierten Fahrens und intelligent vernetzter Systeme im Bahnverkehr und in der Bahntechnik sowie der Hybridisierung von Antrieben.