WPI-AIMR der Tohoku University

Fraunhofer-Institut für Elektronische Nanosysteme

Die Tohoku University in der Millionenstadt Sendai, rund 300 Kilometer nördlich von Tokio, gehört zu den fünf in Japan ausgewählten "World Premier International Research Centers" (WPI). Hinter dieser Bezeichnung verbirgt sich ein Programm, welches analog dem deutschen Exzellenzuniversitäten-Programm durch das Ministerium für Bildung, Kultur, Sport, Wissenschaft und Technologie Japans gefördert wird. Ziel ist die Etablierung internationaler Elite-Universitäten.

Das WPI konzentriert seine Forschungsarbeiten auf neue Materialien und Substanzen mit größerer und innovativerer                                                Funktionalität als konventionelle, auf die Herstellung von Bauelementen und Systemen basierend auf neuen Substanzen und Funktionsprinzipien sowie auf die Erstellung eines Materialsystems zum Nutzen der Gesellschaft.

Prof. Geßner, Direktor des Zentrums für Mikrotechnologien der TU Chemnitz und Leiter des Fraunhofer ENAS, arbeitet im Rahmen des WPI- AIMR der Tohoku University als Principal Investigator. Seine Forschergruppe wird von Prof. Dr. Yu-Ching Lin geleitet. Die Forschergruppe besteht aus vier Mitarbeitern und einem Austauschstudenten der TU Chemnitz. Sie konzentriert sich auf die Verbindungstechnik des Bondens mittels Nanostrukturen und metallischem Glas sowie auf mikro-elektro-mechanische Systeme (MEMS) mit neuen funktionalen Materialien. Die Forscher untersuchten zum Beispiel Einsatzmöglichkeiten von metallischem Glas in Mikrosystemen. Metallisches Glas bringt dafür entscheidende Eigenschaften mit, wie hohe Belastbarkeit, gute Abriebfestigkeit und elektrische Leitfähigkeit.